Nikolausritt auf dem Obsthof Krebs

von Nicolas Bitsch

Am Nikolaustag 2014 veranstaltete der Obsthof Krebs in Sinsheim seinen zweiten Nikolaus-Glühweinritt. Gegen Mittag fanden sich 13 gutgelaunte Reiter mit ihren Pferden ein, um sich während eines Geländerittes mit diversen Aufgaben sowie im Trail auf dem Reitplatz miteinander zu messen.

Angelika Gundermann hatte sich für die Reiter im Vorfeld diverse Aufgaben ausgedacht, die jedem Reiter im Umgang mit seinem Pferd oder bei einem Geländeritt begegnen können und somit aus dem Leben gegriffen waren. Mit Hilfe ihres Teams aus freiwilligen Helfern wurde ausgehend vom Obsthof Krebs ein ca. 3 km langer Geländeparcours mit verschiedenen Stationen realisiert. An jeder Station wurde unter Aufsicht der Helfer eine Aufgabe gemeistert und bepunktet. Hierbei musste der Reiter beispielsweise die Füße seines Pferdes auf vier Bretter stellen und das Pferd sollte dort für eine Minute ruhig verharren. Mit dieser Aufgabe wurde das Röntgen der unteren Gliedmaßen in der Klinik nachgestellt. Eine weitere Aufgabe bestand darin, unter einer Stange in einer selbstgewählten Gangart hindurch zureiten. Die Stange wurde für jeden Reiter individuell auf eine festgelegte Höhe über dem Sattelhorn eingestellt und symbolisierte tiefhängende Äste im Gelände.

Zurück auf dem Hof sollten die Pferde innerhalb von 15 Sekunden korrekt angebunden werden, denn diese Fähigkeit macht sich in Notfällen für alle Beteiligten bezahlt. Danach mussten die Reiter verschiedene Fragen zum reiterlichen Allgemeinwissen beantworten wie z.B. „Wieviel Liter Wasser trinkt ein Pferd pro Tag?“ und „Was ist ein Inch?“ sowie einige Gewürze am Geruch erkennen. Diese Aufgabe sollte die Reiter für das Erkennen von möglicherweise giftigen Pflanzen am Geruch sensibilisieren.  

Danach wurde der Trail auf dem Reitplatz geritten. Dort waren ebenfalls Aufgaben eingebaut, die Pferd und Reiter beherrschen sollten, um sicher im Gelände unterwegs sein zu können. Es galt, Stangen zu überqueren, eine  Buschgasse und einen kleinen Graben zu durchreiten sowie eine Brücke zu queren. Desweiteren sollte der Reiter absteigen, sein Pferd über einen kleinen Hügel führen und danach von rechst mit Hilfe einer Aufstiegshilfe wieder aufsteigen. Das Aufsteigen von rechts kann z.B. notwendig sein, wenn der linke Steigbügelriemen gerissen ist oder der Reiter so verletzt ist, dass er von links nicht mehr aufsteigen kann. Den Abschluss bildeten ein Tor, das vom Pferd aus geöffnet, durchritten und wieder geschlossen werden sollte, sowie ein Zirkel wahlweise im Trab oder Galopp mit einem Richtungsswechsel bei X, denn auch Wege im Gelände sind nicht immer schnurgerade. Danach sollten die Reiter im Trab in eine Stangengasse abbiegen, die einen schmalen Waldweg nachstellte.

Bewertet wurden die verschiedenen Aufgaben mithilfe eines von Angelika im Laufe der Jahre selbst entwickelten und sehr ausgeklügelten Systems, das zudem die unterschiedlichen Leistungsstände der  Reiter berücksichtigte. Ihre Reitschüler begleitete Angelika bei Bedarf durch den Trail, um Ihnen die Aufregung zu nehmen und sie bei Problemen vom Boden aus zu unterstützen. Somit konnten Reiter aller Leistungsstände die gleiche Aufgabe reiten und diese auch mit einem Erfolgserlebnis beenden.

Ein beheiztes Zelt sowie eine Auswahl an leckeren Heißgetränken und Speisen luden nach getaner Arbeit noch zum gemütlichen Beisammensein und natürlich zur Siegerehrung ein. Ein glücklicher Gewinner darf sich nun über ein T-Shirt der EWU RLP freuen.  


(Text/Bilder: Birthe Lauer)



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